Zusammenschlüsse

Unter Nutzung neuer rechtlicher Möglichkeiten waren 1957 die AWG Dresdner Lehrerschaft und die AWG Rat des Bezirkes Dresden gegründet worden. Auch sie hatten im Gebiet um die Dinglingerstaße, Striesener Straße, Stephanienstraße und Wallotstraße Baugrundstücke von der Stadt zugewiesen bekommen. Da alle diese AWGen über unterschiedliche Möglichkeiten der zu erbringenden Eigenleistungen verfügten, war ein Zusammengehen zweckmäßig. Aus einer anfänglichen Arbeitsgemeinschaft "Aufbau" wurde daher durch Beschluss einer gemeinsamen Delegiertenkonferenz dieser fünf Dresdner AWGen, zum 14. April 1959 (Registereintrag) die Groß AWG Aufbau Dresden gebildet.

Enormer Zuwachs an Mitgliedern

Da zu dieser Zeit für die AWGen noch geworben werden musste, war die Zahl von 1.750 Wohnungen, über die wir durch diesen Zusammenschluss verfügten, fast identisch mit der Zahl vorhandener Mitglieder. Aber dies änderte sich bald, denn das Bauen der AWGen hatte größtes Interesse gefunden. Schon 1960 hatten die damaligen 19 Dresdner AWGen einen Wohnungsbestand von 7.640 Wohnungen, aber bereits 19.343 Mitglieder. Fast zehn Jahre hat es anschließend gedauert, bis alle diese Mitglieder auch ihre AWG-Wohnung erhielten.

Die Führung des Staates hatte sich entschieden, in den 60er Jahren anderen Bauaufgaben den Vorrang einzuräumen z.B. der repräsentativen Gestaltung von Zentren in den Großstädten, so auch in Dresden, wo in dieser Zeit die neue Prager Straße entstand.

Dies ging zu Lasten des Wohnungsbaus, eine bestimmte Resignation machte sich breit. 1965 schloss sich uns daher die AWG Frohe Zukunft an, die für sich keine eigenständige Zukunft mehr sah. Sie hatte sich 1957 als AWG Vieh- und Schlachthof Dresden gegründet und aus eigener Kraft eine Wohnanlage an der Wallot-, Hähnel- und Nicolaistraße errichtet.

Darüber hinaus war sie am Wohnungsbau an der Wormser- und der Wartburgstraße in Striesen beteiligt worden. Mit ihr kamen 406 Mitglieder zu uns, von denen erst 250 mit Wohnraum versorgt waren.

Zusammenschluss mit AWG Energie

Zum 01.01.1970 schloss sich uns dann die AWG Energie mit ihren 860 Mitgliedern an. Durch sie kamen Gebäude an der Wallot-, Lipsius-, Comenius-, Berthelt-, Hähnel-, Wintergarten-, Anton-Graff-, Rietschelstraße und dem Terrassenufer mit 540 Wohnungen in unseren weiteren Bestand. Zwischenzeitlich waren unserer Genossenschaft durch die Stadt in einer Reihe von Aufbaugebieten Wohnanlagen zugeordnet worden, bei deren Entstehen Mitglieder der "Aufbau" mit ihren Eigenleistungen tatkräftig mitgeholfen hatten, so beispielsweise in Altleuben, an der Weißdornstraße in Zschachwitz, in verschiedenen Gebieten der Johannstadt und Striesen, in der Pirnaischen Vorstadt, in Blasewitz, Tolkewitz und Laubegast.